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Verhaltenstherapie

In der Verhaltenstherapie stehen das aktuelle psychische Problem und seine Bewältigung im Vordergrund. Es wird davon ausgegangen, dass neben genetischen Faktoren die Entwicklung eines psychischen Leidens durch solche Lernerfahrungen beeinflusst wird, die für vergangene Situationen hilfreich und sinnvoll waren, heute aber eher hinderlich sind und wenn sie weiter aufrecht erhalten werden, sich zu einem Problem entwickeln können.
Unter Verhalten werden neben sichtbaren Handlungen auch Gedanken, Gefühle und Körperreaktionen verstanden, die sich wechselseitig beeinflussen.

Dauerhaftes Leid deutet darauf hin, dass entweder gelernte Erlebens- und Verhaltensmuster ungünstig oder ungesund sind, oder dass es sich um einen Mangel an bestimmten Lernerfahrungen handelt. In der Therapie wird zunächst versucht, die bestehende Problematik (psychologisch, sozial und medizinisch) zu erfassen und gemeinsam Therapieziele zu formulieren.

Die Hauptfrage lautet dann: was muss der Patient an ungünstigem Denken und Handeln oder Lebensgewohnheiten ändern, oder welche fehlenden Fähigkeiten aufbauen, um in seinem Leben glücklicher und weniger belastet zu sein?
Die Analyse früherer Lernerfahrungen soll helfen, ein besseres Verständnis für die Entstehung des problematischen Verhaltens zu erlangen. Die Bewältigung psychischer Störungen erfordert dann eine aktive Veränderung problematischer Aspekte (Handeln, Gedanken und Gefühle), die direkte Auseinandersetzung mit diesen Aspekten wird mittels spezieller therapeutischer Methoden (z.B. Klärung eigener Motive, Bewältigung mittels Konfrontation/Exposition, Aufdecken persönlicher Stärken …) angestrebt.

Der therapeutische Prozess besteht also in erster Linie aus dem Neulernen bzw. Erweitern angemessener oder dem Umlernen ungünstiger Denk- und Verhaltensweisen.

Die moderne Verhaltenstherapie besteht aus einer Vielzahl therapeutischer Einzelverfahren, die aus der universitären Forschung hervorgegangen sind und fortlaufend einer wissenschaftlichen Wirksamkeitsprüfung unterworfen sind. Dazu gehören kognitive Ansätze, Konfrontationsverfahren und operante Verfahren. Die Verhaltenstherapie ist eine der drei sogenannten Richtlinienverfahren der Psychotherapie, für die die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden.

Bei manchen Problemen ist es schwer, konkrete Veränderungsmöglichkeiten zu finden oder umzusetzen. Dann kann es sein, dass eine neue Sichtweise, eine veränderte innere Haltung zu sich selbst und ein anderer Umgang mit der eigenen Erfahrung zu einer Verringerung der Belastung führen können.

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